Astrid-Lindgren-Schule Lemgo

Grundsätze und Ziele


Schulprogramm                                       ALS

Die Grundsätze und die Ziele

Im Kontakt mit El­tern und Lehrkräften soll unsere Schule die Entwicklung der

Schülerinnen und Schüler  unterstützen und fördern und die Entfaltung ihrer

Persönlichkeit ermöglichen.

 

Die Richtlinien für den Förderschwerpunkt „Geistige Entwicklung“ formulieren

als Ziel und Aufgabe der Schule die Unterstützung der Schülerinnen und

Schüler in dem Prozess, ein selbstbestimmtes Leben in sozialer Integration

zu führen. Auch deshalb nimmt die Entwicklung von Lebensfreude,

Selbstsicherheit und Selbständigkeit einen sehr hohen Stellenwert in unserer

pädagogischen Arbeit ein; Ziel aller Fördermaßnahmen und Hilfestellungen ist

 

Eine möglichst weitgehende,

von der Hilfe anderer unabhängige Selbständigkeit,

die in vielen Bereichen des Lebens

eigene Entscheidungen und Selbstbestimmung ermöglicht

 

Die pädagogische Förderung erfolgt überwiegend im Klassenverband. Sie zielt auf

eine ganzheitliche Förderung, und berücksichtigt die Entfaltung von Motorik,

Wahrnehmung, Sprache und Sozialentwicklung in besonderem Maße. Ein

Unterricht, der die Kompetenzen für ein selbstbestimmtes Leben, Eigenaktivität

und individuellen Fähigkeiten des Kindes entwickeln und erweitern will, muss die

wechselseitigen Einflüsse der einzelnen Bereiche auf die Gesamtpersönlichkeit

beachten.

 

Ein ganzheitlicher pädagogischer Ansatz, der die Gesamtpersönlichkeit und die

Lebenssituation der Schülerinnen und Schüler berück­sichtigt, orientiert sich an

den individuellen Lernvoraussetzungen und bietet differenzierte Anreize für die

geistige Entwicklung. Deshalb ist neben dem Klassenunterricht ein klassenüber-

greifender Unterricht in leistungshomogeneren Gruppen sinnvoll und notwendig.

Daneben unterstützt ein fächerübergreifender, vorhabenorientierter und ein an

realistischen Lebenssituationen ausgerichteter Unterricht den Transfer des

Gelernten in für die Schülerinnen und Schüler bedeutsame Lebenssituationen.

Deshalb muss Lernen außerhalb unserer Schule einen breiten Raum einnehmen,

damit sie sich die notwendigen Kompetenzen aneignen können.

 

Unterstützend werden aber auch gezielte therapeutische und pflegerische

Maßnahmen durchgeführt, wie z.B. bei Sprachstörungen (Logopäden), bei

motorischen Defiziten (Krankengymnastik), autistischen Verhaltensweisen

(Autistenverein); daneben können beim Eßtraining, dem Abbau bestimmter

Verhaltensmuster, der Desensibilisierung oder Förderpflege schwerstbehinderter

Schülerinnen und Schüler Pflege- und Einzelfördermaßnahmen notwendig sein,

damit weitere Lernfortschritte erhalten, ermöglicht oder erleichtert werden können.

 

Eine Kooperation mit pädagogischen und therapeutischen Fachdiensten und

Einrichtungen beruflicher Bildung und Förderung ist deshalb notwendig.

 

Die Lernvoraussetzungen, wie z.B. die individuell erreichten und erreichbaren

Fähigkeiten und Fertigkeit, emotionale Bedingungen, der familiäre Hintergrund,

materielle Möglich­keiten, das weitere soziale Umfeld müssen bei der Ermittlung

des Förderbedarfes in Förderplänen berücksichtigt, festgehalten, überprüft und

fortgeschrieben werden.

 

Für unsere Schule ergibt sich ein hoher Stellenwert der Zusammenarbeit mit den

Erziehungsberechtigten. Nur eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit

ermöglicht erfolgreiches Lernen in der Schule. Daneben unterstützt sie die Eltern

durch partner­schaftliche Zusammenarbeit und angemessene Hilfsangebote bei der

Bewältigung der durch die Behinderung mit geprägten häuslichen Lebenssituation.

Ihnen soll geholfen werden, die Schwierigkeiten ihres Kindes zu verstehen und

ihm gegenüber eine realistische Erwartungshaltung zu entwickeln.

 

Unsere Schule möchte auch Kontakte und die Möglichkeit zum Erfahrungs-

austausch zwischen den Eltern anregen und bietet Elternabende und andere

gemeinsame Aktivitäten an.

 

Unsere Schule informiert Schülerinnen und Schüler und deren Eltern über aktuelle

und zukünftige Fördermöglichkeiten, berät und unterstützt in Fragen der

beruflichen Ausbildung und Arbeitsmöglichkeiten.

 

Die angestrebte „soziale Integration“ wird unterstützt durch das Prinzip der

„Öffnung von Schule“, d. b. durch die Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern

 außerhalb des eigenen Schulbereiches.