Die Berufspraxisstufe

Die Berufspraxisstufe (BPS) der Astrid – Lindgren - Schule umfasst in der Regel drei Schuljahre. Die Schülerinnen und Schüler absolvieren in dieser Zeit ihre Berufsschulpflicht.

Das übergeordnete Ziel der BPS ist die Vorbereitung der Schülerinnen und Schüler auf das Leben als Erwachsener. Daher sollen die Schüler, neben dem schwerpunktmäßigen Bereich „Arbeit und Beruf“, auch in allen anderen Lebensbereichen (Wohnen, Gesellschaft/Partnerschaft, Freizeit) zu größtmöglicher Selbständigkeit geführt werden.

 

Nach wie vor findet der größte Teil unserer Schülerschaft ihren Arbeitsplatz in einer Werkstatt für behinderte Menschen (WfbM). Es können jedoch auch in immer mehr Fällen Schüler auf den allgemeinen Arbeitsmarkt vermittelt werden. Um einen möglichst reibungslosen Übergang in das Arbeitsleben zu gestalten und einen passgenauen Arbeitsplatz für jeden einzelnen Schüler zu finden, arbeiten wir eng mit unseren Kooperationspartnern

 zusammen.

 

Zur Unterstützung einer intensiven beruflichen Orientierung führt die Astrid Lindgren Schule bereits seit einigen Jahren die Elemente der Landesinitiative kAoA (kein Abschluss ohne Anschluss) im Rahmen von kAoA-STAR  (Schule trifft Arbeitswelt) durch. Die kAoA-STAR Elemente richten sich speziell an Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf und werden vom Integrationsfachdienst im Kreis Lippe begleitet.

Die aufeinander aufbauenden Module von kAoA – STAR starten in der Regel ab dem 12. Schulbesuchsjahr (bzw. drei Jahre vor der Schulentlassung) mit einer Potentialanalyse, gefolgt von Berufsfelderkundungen und Langzeitpraktika. Flankiert werden diese Maßnahmen von regelmäßigen Berufswegekonferenzen, die als runder Tisch mit allen beteiligten Akteuren (Schüler, Eltern, Schule, IFD, AA) mindestens einmal pro Schuljahr durchgeführt werden. Weitere optionale Module, wie das TASK Seminar (Training arbeitsrelevanter sozialer Kompetenzen), können bei Bedarf absolviert werden.

Im letzten Schulbesuchsjahr absolviert ein Großteil der Schülerinnen und Schüler ein Praktikum in einer WfbM. Das Praktikum wird durch ein Kennenlerngespräch mit Vertretern der Werkstätten vorbereitet.

Im Mai des letzten Schulbesuchsjahres findet für alle Schüler die sogenannte Rehaberatung statt. Hier wird gemeinsam mit allen beteiligten Akteuren der konkrete Ablauf des Übergangs in das Berufsleben besprochen. Möglich ist hier zum Beispiel der Übergang in den Berufsbildungsbereich einer WfbM oder in eine Maßnahme der Arbeitsagentur mit dem Ziel, den Schüler für einen Arbeitsplatz auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu qualifizieren. Hier sind in erster Linie die Unterstützte Beschäftigung (UB) oder die berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme (BvB) zu nennen.

 

 

 

Struktur BPS.pdf
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